Waldviertler Bierbrot

Und schon wieder hat sich hier länger nichts getan - aber besser spät als nie: das Rezept für das Bierbrot ist nun da!

Ans Brot backen habe ich mich nun erst zum zweiten Mal gewagt, das erste Mal mit einem völlig irrwitzigen Rezept für ein Rosenwasserbrot - ein totaler Reinfall, mit dem Wecken hätte man Häuser bauen können.
Das Waldviertler Bierbrot hat mich allerdings so sehr fasziniert, dass ich es nun doch noch einmal wagen wollte. Das Resultat hat mich schon mal ganz gut überzeugt, auch wenn ich das Brot etwas zu früh raus genommen hatte, im Anschnitt hat sich doch noch eine kompakte Stelle in der Mitte des Brots gezeigt. Auf das Klopfen habe ich natürlich in der ersten Aufregung völlig vergessen. Eventuell könnte auch die lange Gehzeit des Bierteiges damit zu tun gehabt haben - nachdem ich in meiner chaotischen Weise erst sehr spät mit dem Teig fertig war, musste ich das Brot über Nacht zum zweiten Mal rasten lassen und war eindeutig zeit mäßig über den veranschlagten zehn Stunden.
Wie auch immer, aus Fehlern lernt man und das nächste Mal wird das Ergebnis sicher vollständig zu meiner Zufriedenheit sein.

Auch wenn ich sicher noch lange nicht mit den Brotbackmeisterinnen hier, hier und z.B. hier mithalten kann, ein erster Schritt ist getan und schließlich heißt es ja: learning by doing!



==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Waldviertler Bierbrot
Kategorien: Brot, Waldviertel, Österreich, Backen
Menge: 2 Wecken

Waldviertler Bierbrot

Zutaten

H VORTEIG
150Gramm Sauerteig vom Bäcker
   Oder getrockneter Sauerteig aus dem Biomarkt -
   -- 100 g Mehl und 1 Pkg Germ im Wasser aufgelöst
   -- hinzu geben
250Gramm Waldstaudemehl (auch Urroggen oder
   -- Johannisroggen genannt)
   Ersatzweise Roggenvollmehl nehmen
400ml Lauwarmes Wasser
H BIERTEIG
   Vorteig
500Gramm Waldstaudemehl
   Ersatzweise Roggenvollmehl nehmen
240ml Biobier naturtrüb, lauwarm
1gestr. TL Steinsalz
1Teel. Bockshornkleesamen

Quelle

 nach GUSTO 3/2008
 Erfasst *RK* 24.04.2008 von
 Nicole McKenzie

Zubereitung

Für den Vorteig alle Zutaten mit einem Schneebesen vermische, Schüssel mit einem feuchten Tuch abdecken. Vorteig an einem warmen Ort (20-22°C) über Nacht ruhen lassen. Das Gefäß sollte maximal zu einem Drittel gefüllt sein, damit der Vorteig gut aufgehen kann.

Ca. 150 g des Vorteiges als "Url" wegnehmen (einfrieren oder maximal 2 Wochen im Kühlschrank aufbewahren). Den übrigen Teig weiterverwenden.

Für den Bierteig alle Zutaten in der Rührschüssel mit dem Knethaken verrühren. Der Teig sollte nicht zu fest sein und sich großteils von der Schüssel lösen. Der Teig sollte anfangs eher weich sein, es ist einfacher Mehl als Flüssigkeit einzuarbeiten.

Teig vom Schüsselrand lösen, Oberfläche glatt streichen und mit Mehl bestreuen. Teig mit einem feuchten Tuch zudecken und wieder bei Zimmertemperatur 4-10 Stunden rasten lassen (ich habe ihn wieder über Nacht stehen lassen). Zugluft vermeiden, sonst geht der Teig nicht gut auf.

Wenn an der Oberfläche Risse entstanden sind und der Teig richtig aufgegangen ist, kann man ihn weiterverarbeiten. Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben, mit Mehl bestreuen und zu einer Kugel formen. Kugel flachdrücken, zusammenlegen, um 90 Grad drehen und mit dem Handballen flachdrücken. Teig wieder zusammenlegen, um 90 Grad drehen und wieder mit dem Handballen flachdrücken. Wiederholen, bis sich der Teig geschmeidig anfühlt. Bei Bedarf noch etwas Mehl zugeben.

Aus dem Teig 2 Kugeln formen. Dick mit Mehl bestreuen und in ein bemehltes Simperl (Gärkorb aus z.B. Maisstroh) legen. Teig nochmals ca. 2 Stunden rasten lassen.

Rohr auf 220°C vorheizen. Ein feuerfestes Gefäß mit Wasser in den unteren Bereich des Rohrs stellen - in der feuchten Atmosphäre trocknet das Brot nicht aus. Brot vorsichtig auf das Backblech stürzen, mit einem Spieß "Kamine" hineinstechen (sie dienen der Entlüftung). Brot ins Rohr schieben. Nach 10 Minuten Backtemperatur auf 180°C reduzieren. Brot insgesamt ca. 45 Minuten backen - aufdie Unterseite des Brotes klopfen, wenn es hohl klingt, ist es fertig gebacken.

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Cascabel - 25. Apr, 11:34

Waldstaudemehl, noch nie gehört. Wie gut, dass es Blogs gibt, man lernt immer wieder was Neues!

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