Iss was gscheit´s - Österreichisch

Donnerstag, 31. Juli 2008

Saure Wurst... oder sauer macht lustig

Leicht ist es nicht nach einer OP ins normale Leben zurückzukommen, manches geht eben noch nicht, vieles nicht schnell genug, falsch machen möchte man auch nichts (besonderst nicht wenn es schon die dritte OP war). Also ist man meistens Zuschauer in der eigenen Wohnung. Beim Putzen, beim Waschen, beim Kochen, beim Wegräumen, beim Aufräumen, usw.
Manchmal könnte man sich daran gewöhnen, andere Sachen würde man dann doch lieber selber machen. Bei der sauren Wurst aber nicht, die macht Herr Schaukelpferd einfach köstlich!

Wir lieben saure Wurst, gerade im Sommer. Hier in Österreich gibt es viel Saures, saure Wurst, sauren Quargel, saure Sulz, sauren.... die Liste lässt sich fast endlos weiter führen.
Unser Favorit ist die saure Wurst aus Putenknackern, schön sauer, erfrischend für den Sommer, nicht allzu schwer im Magen, immer mit einem passenden Weckerl serviert. Nach dem Aufschneiden für uns immer eine Geduldsfrage, da wir das Beizen sehr schwer abwarten können.

Auf jeden Fall eine schöne, einfache Sache. Hingegen ein Rezept aufzuschreiben war schon schwerer. So lange bin ich selten über einem Rezept gesessen. Denn saure Wurst wird aus dem Handgelenk gemacht, die ml-Skala habe ich noch nie beachtet.
Außerdem ist so eine Essig-Öl Marinade auch eine sehr individuelle Geschmackssache. Wir mögen es zum Beispiel schön sauer, manch andere bevorzugen es eher dezenter - in diesem Fall einfach mit etwas mehr Wasser strecken.
Ich bevorzuge ein 2/3 Essig und 1/3 Öl Verhältnis, danach nach belieben mit Wasser strecken und andere Geschmackszutaten zugeben.
Herr Schaukelpferd bevorzugt z.B. bei saurer Wurst einen Hesperidenessig, ich hingegen einen Apfelessig (Hesperidenessig ist etwas typisch österreichisches in etwa bestehend aus Apfelsaft, Weingeistessig und Weinessig und ist sehr sauer).

Vielen Dank auf diesem Wege für die vielen Grüße und Glückwünsche, hier im Blog oder per Mail. Es hat mich sehr gefreut, gerade jetzt, wo ich quasi noch in der Wohnung "festsitze" und noch nicht so viel von der Welt da draußen mitbekomme - aber es wird immer besser!

Lg schaukelpferd



==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Saure Wurst mit Putenknacker
Kategorien: Schnell, Sommer, Österreich
Menge: 2 Portionen

Saure Wurst

Zutaten

3  Putenknacker
1groß. Rote Zwiebel
   Salz, Pfeffer
100ml Apfelessig
50ml Öl (z.B. Rapsöl)
150ml Wasser
2  Frische Lorbeerblätter
8  Wacholderbeeren

Quelle

 Nicole McKenzie
 Erfasst *RK* 31.07.2008 von
 Nicole McKenzie

Zubereitung

Putenknacker in sehr dünne Scheiben schneiden (je nach Geschmack zuvor noch längs in die Hälfte schneiden) und auf zwei tiefe Teller aufteilen. Die Zwiebel in grobe Stücke schneiden und über die Putenknacker verteilen, dazu je ein Lorbeerblatt und 4 Wacholderbeeren geben. Apfelessig, Öl, Wasser und Salz gut in einem Shaker vermischen, über die Wurst gießen und zuletzt gut mit Pfeffer würzen. Für eine gute halbe Stunde beizen lassen. Guten Appetit!

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Donnerstag, 24. April 2008

Waldviertler Bierbrot

Und schon wieder hat sich hier länger nichts getan - aber besser spät als nie: das Rezept für das Bierbrot ist nun da!

Ans Brot backen habe ich mich nun erst zum zweiten Mal gewagt, das erste Mal mit einem völlig irrwitzigen Rezept für ein Rosenwasserbrot - ein totaler Reinfall, mit dem Wecken hätte man Häuser bauen können.
Das Waldviertler Bierbrot hat mich allerdings so sehr fasziniert, dass ich es nun doch noch einmal wagen wollte. Das Resultat hat mich schon mal ganz gut überzeugt, auch wenn ich das Brot etwas zu früh raus genommen hatte, im Anschnitt hat sich doch noch eine kompakte Stelle in der Mitte des Brots gezeigt. Auf das Klopfen habe ich natürlich in der ersten Aufregung völlig vergessen. Eventuell könnte auch die lange Gehzeit des Bierteiges damit zu tun gehabt haben - nachdem ich in meiner chaotischen Weise erst sehr spät mit dem Teig fertig war, musste ich das Brot über Nacht zum zweiten Mal rasten lassen und war eindeutig zeit mäßig über den veranschlagten zehn Stunden.
Wie auch immer, aus Fehlern lernt man und das nächste Mal wird das Ergebnis sicher vollständig zu meiner Zufriedenheit sein.

Auch wenn ich sicher noch lange nicht mit den Brotbackmeisterinnen hier, hier und z.B. hier mithalten kann, ein erster Schritt ist getan und schließlich heißt es ja: learning by doing!



==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Waldviertler Bierbrot
Kategorien: Brot, Waldviertel, Österreich, Backen
Menge: 2 Wecken

Waldviertler Bierbrot

Zutaten

H VORTEIG
150Gramm Sauerteig vom Bäcker
   Oder getrockneter Sauerteig aus dem Biomarkt -
   -- 100 g Mehl und 1 Pkg Germ im Wasser aufgelöst
   -- hinzu geben
250Gramm Waldstaudemehl (auch Urroggen oder
   -- Johannisroggen genannt)
   Ersatzweise Roggenvollmehl nehmen
400ml Lauwarmes Wasser
H BIERTEIG
   Vorteig
500Gramm Waldstaudemehl
   Ersatzweise Roggenvollmehl nehmen
240ml Biobier naturtrüb, lauwarm
1gestr. TL Steinsalz
1Teel. Bockshornkleesamen

Quelle

 nach GUSTO 3/2008
 Erfasst *RK* 24.04.2008 von
 Nicole McKenzie

Zubereitung

Für den Vorteig alle Zutaten mit einem Schneebesen vermische, Schüssel mit einem feuchten Tuch abdecken. Vorteig an einem warmen Ort (20-22°C) über Nacht ruhen lassen. Das Gefäß sollte maximal zu einem Drittel gefüllt sein, damit der Vorteig gut aufgehen kann.

Ca. 150 g des Vorteiges als "Url" wegnehmen (einfrieren oder maximal 2 Wochen im Kühlschrank aufbewahren). Den übrigen Teig weiterverwenden.

Für den Bierteig alle Zutaten in der Rührschüssel mit dem Knethaken verrühren. Der Teig sollte nicht zu fest sein und sich großteils von der Schüssel lösen. Der Teig sollte anfangs eher weich sein, es ist einfacher Mehl als Flüssigkeit einzuarbeiten.

Teig vom Schüsselrand lösen, Oberfläche glatt streichen und mit Mehl bestreuen. Teig mit einem feuchten Tuch zudecken und wieder bei Zimmertemperatur 4-10 Stunden rasten lassen (ich habe ihn wieder über Nacht stehen lassen). Zugluft vermeiden, sonst geht der Teig nicht gut auf.

Wenn an der Oberfläche Risse entstanden sind und der Teig richtig aufgegangen ist, kann man ihn weiterverarbeiten. Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben, mit Mehl bestreuen und zu einer Kugel formen. Kugel flachdrücken, zusammenlegen, um 90 Grad drehen und mit dem Handballen flachdrücken. Teig wieder zusammenlegen, um 90 Grad drehen und wieder mit dem Handballen flachdrücken. Wiederholen, bis sich der Teig geschmeidig anfühlt. Bei Bedarf noch etwas Mehl zugeben.

Aus dem Teig 2 Kugeln formen. Dick mit Mehl bestreuen und in ein bemehltes Simperl (Gärkorb aus z.B. Maisstroh) legen. Teig nochmals ca. 2 Stunden rasten lassen.

Rohr auf 220°C vorheizen. Ein feuerfestes Gefäß mit Wasser in den unteren Bereich des Rohrs stellen - in der feuchten Atmosphäre trocknet das Brot nicht aus. Brot vorsichtig auf das Backblech stürzen, mit einem Spieß "Kamine" hineinstechen (sie dienen der Entlüftung). Brot ins Rohr schieben. Nach 10 Minuten Backtemperatur auf 180°C reduzieren. Brot insgesamt ca. 45 Minuten backen - aufdie Unterseite des Brotes klopfen, wenn es hohl klingt, ist es fertig gebacken.

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Montag, 5. November 2007

Szegediner Gulasch

In regelmäßigen Abständen bekomme ich so richtig Gusto auf Sauerkraut und wenn dies passiert, so denke ich vor allem an Szegediner Gulasch. Nur Herrn Schaukelpferd geht es leider nicht so, er mag schlicht und einfach kein "Krautfleisch", wie er es so gerne nennt (Reisfleisch sagt er, damit kann ich ihn verwöhnen, aber das Kraut soll ich um Himmels willen weg lassen). Aber diesmal nicht, diesmal hatte er das Nachsehen, denn mein Gusto hatte ungeahnte Höhen erreicht und am Ende hat er es dann doch auch gegessen, natürlich mit dem kleinen Hinweis das es zwar gut geschmeckt hat, aber ich soll es bitte nicht sooooo oft kochen (auf gut Deutsch: einmal alle paar Monate reicht durchaus).
Mir hat es dafür um so besser geschmeckt und auch meine Mutter, welche ebenfalls kein "Krautfleisch" mag (versteh ich nun wirklich nicht), hatte ein Lob über (oder auch etwas zu viel Wein getrunken).
Macht aber alles nichts, war um so mehr für mich über!

Hier nun das Rezept, in meiner liebsten Variante. Wer es Original will, der nimmt ausschließlich rosensüßen Paprika und gibt am Ende auch noch ein bis zwei zerdrückte Knoblauchzehen hinzu, noch mal originaler wird es wenn man anstatt des Öl´s Schweineschmalz nimmt (aber ich finde das muss ja nun wirklich nicht mehr sein). Und außerdem gibt es Originalrezepte ja sowieso wie Sand am Meer, wichtig ist am Ende doch nur der persönliche Geschmack.




==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Szegediner Gulasch
Kategorien: Sauerkraut, Österreich, Schweinefleisch
Menge: 4 Portionen

Szegediner-Gulasch

Zutaten

500Gramm Schweinsschulter, würfelig geschnitten
500Gramm Sauerkraut, eventuell leicht auswaschen
1groß. Zwiebel
3Teel. Paprikapulver edelsüß
1-2Teel. Paprikapulver scharf
1  Lorbeerblatt
4  Wacholderbeeren
2Teel. Kümmel
   Essig
2Essl. Sauerrahm
   Salz, Pfeffer
1Essl. Mehl
 Erfasst *RK* 05.11.2007 von
 Nicole McKenzie

Zubereitung

Die Zwiebel in feine Würfel schneiden und in etwas Öl glasig anschwitzen. Paprizieren und einmal kurz durchrühren, sofort mit einem Schuss Essig ablöschen (bei zu starker Hitze wird Paprika bitter). Das geschnittene Schweinefleisch zugeben, mit dem Mehl stauben und danach mit Wasser aufgießen. Mit dem Lorbeerblatt, Wacholderbeeren, Kümmel und Pfeffer würzen und zwanzig Minuten köcheln lassen. Danach das Sauerkraut zugeben, bei Bedarf noch etwas Wasser aufgießen und solange kochen lassen, bis das Kraut weich ist. Zum Schluss noch ein bis zwei Löffel Sauerrahm unterheben und mit etwas Salz abschmecken. Mit Salzerdäpfeln und extra Sauerrahm servieren.

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P.S.: Die ganzen Schottland-Rezepte folgen natürlich noch, aber ab und zu muss auch mal ein bisschen "Österreich" sein ;-)

Schönen Abend,

schaukelpferd


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Freitag, 21. September 2007

Kapuziner, Franziskaner, Obermayer, Maria Theresia, Pharisäer, ....

... und sie alle sind im Kaffeehaus anzutreffen, wohlgemerkt im Wiener Kaffeehaus.

Landtmann-Maria TheresiaNein, das ganze ist jetzt keine Ordenskunde, bzw. Geschichtsstunde, sondern schlicht und einfach eine kleine Kaffeegeschichte.
Zum Beispiel genießt man den Franziskaner als kleinen Mocca mit viel Milch und mit Schlagobers zugedeckt, dazu noch ein paar Schokoladestreusel liebevoll drübergestreut, im Laufglas serviert. Maria Theresia hat es dagegen gerne hochprozentig, mit einem (sehr oft großzügigen) Schuss von (zu gleichen Teilen) Orangenlikör und Weinbrand, im verlängerten Mocca, mit Orangenzesten, Zucker und Schlagobersgupf, ebenfalls im Laufglas serviert.
Landtmann-OberUnd so kann es endlos weiter gehen, denn genauso endlos wie die Legenden ums Wiener Kaffeehaus sind auch die Kaffeevariationen, im Kaffee Herrenhof gab es damals sogar einen Ober, welcher stets eine Lakierfarbtafel in zwanzig verschiedenen Farbschattierungen mit sich herumtrug und seine Gäste stehts nach der gewünschten Färbung bestellen ließ.

Als Wienerin bin ich natürlich voreingenommen, aber man kann durchaus sagen, dass es nirgends so viele Kaffeevariationen wie in Wien gibt und das sie auch nirgends so gepflegt werden wie in Wien.

Ich bin auch gerne im Kaffeehaus (ganz gemäß dem Zitat von Alfred Polgar „Im Kaffeehaus sitzen Leute, die allein sein wollen, aber dazu Gesellschaft brauchen), ich habe sogar das Glück keine fünf Gehminuten von meinem Lieblingskaffeehaus entfernt zu arbeiten und genieße dieses Privileg auch so oft wie möglich (wenn auch in letzter Zeit nicht mehr sehr oft, eigentlich sogar selten, da die vielen Vorbereitungen für unseren Schottlandurlaub und auch andere „Kleinigkeiten“ mich von allem sehr erfolgreich abhalten – so auch vom Bloggen, aber das wird wieder, spätestens IN Schottland)
Und immerhin wurde mir das Kaffeetrinken quasi in die Wiege gelegt, ich entstamme, kann man so sagen, einer Familie reiner Kaffeetrinker und auch meine Mutter pflegt schon eine jahrelange Liebe zum Kaffeehaus, diese Tradition gehört natürlich fortgesetzt.
Außerdem ist das Kaffeehaus auch eines dieser Dinge, welche mir sehr fehlen werden, wenn ich eines Tages nicht mehr in Wien oder gar in Österreich wohne.

Landtmann-Blick ins Kaffeehaus


Friedrich Torberg
Wie dem auch sei: von den Lipizzanern der Spanischen Reitschule bis zur Oper, vom Hotel Sacher bis zur Konditorei Demel ist die Wirklichkeit, die der Legende nachkommt (ja geradezu nacheifert). So sind es die funktionierenden Legenden, die das Charakterbild Wiens entscheidend mitbestimmen. Die weitaus komplizierteste dieser Legenden ist das Wiener Kaffeehaus


Das Komplizierte an dieser Legende? Nun, das ist eigentlich recht einfach erklärt, denn wie der Kahve nach Wien kam ist allgemein hin bekannt (die Türken waren es), nur wer uns das Getränk näher brachte, in seiner heutigen Form (nicht schwarz und bitter, mit dem Sud am Boden), da lassen wir Wiener uns unsere Legende einfach nicht nehmen, der Kolschitzky war´s (auch wenn es eigentlich jemand ganz anderer war, der die erste Kaffeeausschank in Wien aufmachte – aber vieles in Wien ist Legende und trotzdem Wirklichkeit, vor allem wenn sie funktionieren)!
Als Lohn für seine Taten in den letzten Tagen der Türkenbelagerung verlange Kolschitzky lediglich die Säcke mit den zurückgelassenen Kahvebohnen (mit denen wussten wir Wiener damals noch leidlich wenig anzufangen), als Draufgabe bekam er auch noch den Hof „Zur blauen Flasche“ in der Nähe des Stock-im-Eisen-Platzes.
Aber Anfangs konnte er mit dem Getränk nicht begeistern, erst als er durch Zufall Zucker und Milch bemischte entstand unser Kaffee, unsere Melange und somit auch die Geschichte der Kaffeehäuser.
So soll Kolschitzky, laut Legende auch das Kipferl erfunden haben, als Rache an den Türken und welches nichts anderes als den türkischen Halbmond darstellen soll, in den wir Wiener nun genüsslich reinbeißen.

Und auch obwohl wir die Wahrheit kennen, die Legende klingt einfach zu schön um der Wahrheit platz zu lassen und so können und wollen wir sie auch nicht vergessen, die Legende von unserem Kolschitzky.

So bleiben nur noch die Orte zu nennen, an denen Legenden Wirklichkeit werden, aber da die Liste unserer Kaffeehäuser viel lang ist und diesen kleinen Beitrag sprengen würde, bleiben wir bei einigen ausgewählten Kaffeehäusern der Inneren Stadt (oder auch 1. Bezirk), angeführt von den letzten der einstmals 27 großen Ringstraßen-Kaffeehäusern. Hier sind zu nennen: das Café Landtmann, das Café Schottenring, das Café Schwarzenberg, das Café Prückel und dann noch das Café Diglas, Café Griensteidl, Café Hawelka, Café Central, Café Sacher,.... wie gesagt, die Liste wäre sehr lang.

Als Nicht-Wiener oder auch als Exil-Wiener kann man sich das Kaffeehaus zwar kaum nach Hause holen, dafür aber die vielen Kaffeeköstlichkeiten zuhause sehr gut nachempfinden und beim Backen und vor allem Essen der typischen Kaffeehaus-Mehlspeißen – hier sind besonders der Apfelstrudel, das Mohn- oder Nussbeugerl, der Gugelhupf, die Golatschen, das Kipferl, der Rehrücken, der Zwetschkenfleck und natürlich auch die Sachertorte zu nennen, aber es gibt noch so viele mehr – zumindest in Gedanken in Wien und in seinen Kaffeehäusern verweilen.

Landtmann-Mehlspeisenauswahl

Damit zumindest das etwas leichter geht, hier noch ein paar Rezepte der absoluten Kaffeehausklassiker, natürlich angefangen beim Kaffee selbst ;-)

Kapuziner
kleine Schale zwarzer Kaffee mit einigen Tropfen Obers, in der Farbe der Kapuzinerkutten

Meisterkaffee
Schale Kaffee mit Weinbrand, extra im Schwenker serviert

Obermaier
großer Mocca, leicht gesüßter Kaffee, mit über den Löffelrücken gegossenen kaltem Obers. Wird heiß durch das kalte Obers getrunken – Obers und Kaffe dürfen sich erst beim Trinken vermischen

Pharisäer
4 cl Rum mit Kristallzucker in Einspännerglas verrührt, mit heißem Mokka aufgegossen und Schlagobershaube bedeckt (versteckt).

Kaisermelange
Großer Mokka mit Eidotter, Honig und Cognac (Weinbrand) vermischt – bei der Kaisermelange färbt Eidotter statt der Milch den Kaffee

Wiener Melange
1/2 Mokkaschale, Kaffee mit 1/2 Schale durch Wasserdampf schaumig geblasener Milch vollendet

und für den Sommer, Wiener Eiskaffee
Großer kalter Mokka mit Vanilleeis, Schlagobers und Staubzucker.


Zum Kaffee dazu, werden dann noch Beugel serviert oder eine andere der oben genannten Mehlspeißen und schon wird es ein wunderschöner Wiener (Nachmit)tag :-)



==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Mohn- oder Nussbeugel
Kategorien: Mehlspeißen, Österreich, Backen
Menge: 48 Stück, TE à 40 g

Landtmann-Bestellung

Zutaten

H TEIG, 1930 G TEIGGEWICHT
1kg Mehl, W 700 oder 480
300Gramm Milch
60Gramm Germ
120Gramm Zucker
400Gramm Butter
40Gramm Eigelb (2)
10Gramm Salz
   Vanille, Zitrone
H MOHNFÜLLE, CA. 1170 G
250Gramm Milch
200Gramm Zucker
100Gramm Süße Brösel
500Gramm Gemahlener Mohn
60Gramm Honig
50Gramm Rum
7Gramm Geriebene Zitronenschale
   Zimt
H ODER NUSSFÜLLE, CA. 1300 G
250Gramm Milch
200Gramm Zucker
100Gramm Butter
200Gramm Süße Brösel
500Gramm Geriebene Nüsse
40Gramm Rum
7Gramm Geriebene Zitronenschale
   Zimt
   Vanille
H EISTREICHE
40Gramm Eigelb (2)
50Gramm Ei (1)
1Prise Salz

Quelle

 Lehrbuch der Konditorei, Trauner Verlag
 Erfasst *RK* 21.09.2007 von
 Nicole McKenzie

Zubereitung

Für den Teig:

Den Germteig direkt und kalt herstellen (die Zutaten mit der kalten Flüssigkeit, ca. 4°C, mischen und kurz kneten, damit die Beugel ihre Triebkraft erst beim Backprozess entfalten). Anschließend kühle Teigruhe.

Teigstücke auswiegen, schleifen und entspannen lassen.

Oval ausrollen und je 50 g Mohn- oder Nussfüllung darauf legen oder aufdressieren.

Den Teig straff darüber ziehen, andrücken und zigarrenförmig rollen.

In Beugelform (Mohnbeugel spitz und Nussbeugel rundlicher) mit dem Schluss nach unten auf mit Backtrennpapier belegte Bleche wegsetzen.

Mit Eistreiche bestreichen abtrocknen lassen, nochmals bestreichen und wieder abtrocknen lassen.

Bei offenem Zug backen.

*Backtemperatur: 200°C
*Backzeit: 20 Minuten

Für die Füllung:

Milch mit Zucker und Butter aufkochen lassen, Brösel und Nüsse oder Mohn einrühren und auskühlen lassen. Mit Rum, Zitronenschale und Zimt (und Vanille) abschmecken.

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Landtmann-Innenansicht



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Donnerstag, 31. Mai 2007

Hollersirup

holunderblütensirup
Das lange Wochenende haben Herr Schaukelpferd und ich genutzt und sind am Montag in die Wachau picknicken gefahren... leider hatten wir den Fotoapparat vergessen und so muss ich euch die schöne Landschaft für´s erste vorenthalten.
Auf jeden Fall haben wir uns die eingepackten Leckereien, stilecht im neuen Picknickkorb transportiert, direkt am Donauufer schmecken lassen. Direkt an einem kleinen Strand und gleich gegenüber, am anderen Donauufer die beeindruckenden Felshänge. ... beim nächsten Mal wird das auf jeden Fall fotografiert.

Bei diesem Ausflug haben wir auch noch ein paar Holunderblüten sammeln können, fast war es schon zu spät dafür... dementsprechend gering war auch die Ausbeute, aber für einen Liter Sirup hat es noch gereicht.

Perfekt für einen Kaiserspritzer oder ein sommerliches Salatdressing mit Weißweinessig und Hollersirup.

Hier noch das Rezept:



==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Hollersirup
Kategorien: Blüten, Sirup, Grundrezept
Menge: 1 Liter

holunderblütensirup-groß

Zutaten

1Ltr. Wasser
500Gramm Kristallzucker
15Gramm Zitronensäure
2  Bio Zitronen
20  Holerblüten, ohne Stiele

Quelle

 Nicole McKenzie
 Erfasst *RK* 31.05.2007 von
 Nicole McKenzie

Zubereitung

Wasser mit Kristallzucker aufkochen, Zitronensäure auflösen. Zitronen in dünne Scheiben schneiden und mit dem Holler in ein sterilisiertes Gefäß schichten und den heißen Zuckersirup darüber gießen. Sirup an einem kühlen, dunklen Ort 7 Tage ziehen lassen, danach abseihen und in saubere Flaschen füllen. Kühl und dunkel lagern, hält sich ca. 1 Jahr.

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Montag, 14. Mai 2007

Muttertag: Himmelstochtertorte

Dieses Jahr sind wir den Muttertag schön ruhig angegangen, zuerst gegrilltes Mittagessen bei meiner Familie, danach Kaffee und Torte bei mir. Dieses Jahr waren auch zum ersten Mal beide Mütter bei uns, meine eigene Mutter und meine Schwiegermutter. Nach einiger Zeit hat sich dann sogar noch meine Oma zu uns dazugesellt. Summa summarum war es ein sehr schöner Nachmittag, wohl auch deswegen weil ich mir dieses Jahr vorgenommen habe keine allzu aufwendige Torte zu machen. Trotzdem war sie der Hit und außerdem auch endlich mal was Neues.
Eine schön, einfache Torte mit dem gewissen Aha-Effekt - und der Name hat auch irgendwie gepaßt ;-)




==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Himmelstochtertorte
Kategorien: Backen, Torte, Süßes, Österreich
Menge: 1 Torte

Himmelstochtertorte

Zutaten

H MASSE (BISKUITMASSE FÜR TORTEN UND SCHNITTEN)
250Gramm (5) Eier
150Gramm Kristallzucker
   Vanille, Salz, Zitrone
80Gramm Mehl
80Gramm Weizenpuder
70Gramm Butterschmalz
H FÜLLUNG
4  Eiklar
   Gehobelte Mandeln
2Essl. Espresso
350ml Schlagobers

Quelle

 Österreichisches Rezept
 Erfasst *RK* 14.05.2007 von
 Nicole McKenzie

Zubereitung

Eier, Zucker und Geschmackszutaten schaumig rühren, bis sie nicht mehr an Volumen gewinnen. Zuerst Mehl gemischt mit Weizenpuder und dann das heiße Butterschmalz leicht untermelieren. Bei 190°C ca. 35 Minuten backen

Ausgekülte Biskuittorte durchschneiden. Eiklar mit Zucker sehr steif schlagen und auf beide Tortenhälften verteilen. Mit Mandeln bestreuen und beide Böden auf einem Backblech bei 170°C ca. 20 Minuten backen. Obers schlagen, Kaffee langsam einrühren. Die Schlagobers-Espresso-Füllung auf eine Tortenhälfte streichen und die zweite Hälfte daraufsetzen.

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Und hier noch am schnell gedeckten Kaffeetisch:

Himmelstochtertorte-Kaffeetisch



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Sonntag, 6. Mai 2007

Wochenendkuchen: Aranzinikuchen

Meine Oma ist jeden Sonntag in der Kirche, ich kann mich kaum daran erinnern das sie mal nicht dort war... außer sie war krank oder hatte Verpflichtungen innerhalb der Familie. Aber darum geht es ja auch gar nicht, es geht um die Kirche. In dieser, unserer Pfarre - ich wohne sozusagen mit meinem Herrn Schaukelpferd fast gegenüber von meiner Oma - ist jeden Sonntag nach der Messe Pfarrkaffee. Eine Möglichkeit nach der Messe noch mit den anderen Kirchengängern Neuigkeiten auszutauschen und einfach nur zu Plaudern.
Seit ich ein kleines Kind war, sind dort jeden Sonntag die gleichen Leute anzutreffen. Heute allerdings schon um einiges älter als damals. Es fehlen auch inzwischen schon hier und da ein paar Gesichter, ein paar sind weggezogen und ein paar, sind leider Gottes schon gestorben.
Allerdings ist es heute noch so wie damals, dass ein paar Damen aus der Pfarre immer abwechselnd den "Pfarrkaffeedienst" verrichten. Manche von den Damen tun sich inzwischen schon recht schwer damit, das viele stehen und rumgehen, in aller Herrgottsfrüh schon in der Pfarre sein und alles vorbereiten und was eben sonst noch so anfällt...wie zum Bespiel das lästige wegräumen danach – das alles fällt eben schon sehr schwer.
Und auch meine Oma ist eine von diesen Damen, aber eigentlich ist sie noch viel schlimmer als die anderen, da sie sich nie Ruhe gönnen kann. Wenn mal eine von den anderen Damen nicht kann, weil sie krank ist, im Krankenhaus verweilt oder auf ihre Enkerl aufpassen muss, oder, oder, oder, ist meine Oma immer zur Stelle und springt für sie ein.
Ich kann mich erinnern das sie vor ein paar Wochen an fast sechs Sonntagen hintereinander brav ihren Dienst im Pfarrkaffee verrichtet hat. Danach hat sie dann natürlich zuhause auch noch für die Großfamilie gekocht, für die Enkelkinder und wer eben sonst noch aller Essen gekommen ist, bzw. es sich abgeholt hat.
Und wir alle wissen, dass ohne unsere Oma alles anders aussehen würde und gerade deshalb versuchen ein paar von uns sie zu entlasten - in dem Rahmen, den sie uns erlaubt.... abnehmen lassen will sie sich ja kaum was.
Aber etwas kann... und darf.... ich für sie tun, nämlich den Kuchen zu backen. Den Kuchen, den die Damen immer mitbringen wenn sie ihren Dienst im Pfarrkaffee verrichten - natürlich selbstgebacken.
So hat meine Oma wenigstens am Abend vor dem Pfarrkaffee noch etwas Ruhe und muss nicht auch noch in der Küche stehen und einen... ich muss zugeben, bei ihr immer wunderbaren und köstlichen... Kuchen zaubern.

Und was liegt da näher als einen Kuchen zu backen, welcher mich ebenfalls meine gesamte Kindheit begleitet hat. Einen Kuchen der so einfach und geradlinig ist und vielleicht auch gerade deshalb nicht besser sein könnte - genau wie meine Oma.
Ich bin zwar noch immer der Meinung das man manche Sachen einfach nie so machen kann wie eine Oma, aber beim Duft dieses Kuchens im Rohr hat er mich doch schon sehr an sie erinnert.

Und hier ist das Rezept, ich hoffe auch ihr habt so viel Freude an diesem Kuchen:



==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Aranzinikuchen
Kategorien: Backen, Süßes, Kakao, Kranzkuchen, Kandierte Früch
Menge: 1 Kranzkuchenform

Aranzinikuchen

Zutaten

250Gramm Griffiges Mehl
50Gramm Kakao
1/2Teel. Backpulver
   Salz
100Gramm Aranzini, würfelig geschnitten
167Gramm Öl (1/6 l)
167Gramm Wasser (1/6 l)
5  Dotter
200Gramm Staubzucker
5  Eiklar
50Gramm Staubzucker

Quelle

 Oma´s Rezept
 Erfasst *RK* 06.05.2007 von
 Nicole McKenzie

Zubereitung

Mehl, Kakao, Backpulver und eine Prise Salz vermischen. Die Aranzini unter die Mehl-Kakao-Mischung mengen.

Dotter mit 20 dag Staubzucker schaumig schlagen. Wasser und Öl in einem Kännchen zusammenwiegen.

Eiklar mit 5 dag Staubzucker zu Schnee schlagen.

Schnee unter die Dottermasse heben, danach vorsichtig Öl und Wasser untermischen. Das mit Mehl mit dem Kakao und den Aranzini einmelieren.

Die Masse in eine mit Butter gefettete und mit Mehl gestaubte Kranzkuchenform füllen und glatt streichen.

Bei 150-175°C, auf mittlerer Schiene, ca. 1 Stunde backen.

Auskühlen lassen, aus der Form geben und gut überzuckern.

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Dieses Wochenende habe ich sie und auch meine Mutter, mit gleich zwei Kuchen entlastet. Da das gesamte Wochenende in der Pfarre ein Flohmarkt zugunsten von vietnamesischen Straßenkindern ist und die Beiden schon seit Freitag dort rumwüten und für die Verpflegung zuständig sind.
So hat es auch noch einen Kaisergugelhupf gegeben.


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Wochenendkuchen: Kaisergugelhupf

Dieses Wochenende gab es zwei Kuchen, die Geschichte dazu findet ihr hier, beim Aranzinikuchen.



==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Kaisergugelhupf
Kategorien: Backen, Süßes, Gugelhupf, Rosinen, Germ
Menge: 1 Großer Gugelhupf

Kaisergugelhupf

Zutaten

430Gramm Mehl
220Gramm Butter
90Gramm Staubzucker
6  Eier
170ml Milch
42Gramm Germ (1 Pkg.)
60Gramm Rosinen
   Salz
1  Zitrone, Schale gerieben (* oder einen
   -- Zestenreißer verwenden)
   Butter und Mehl für die Form
   Staubzucker (*bzw. Süßer Schnee zum Bestreuen)

Quelle

 Die Süße Küche
 Das Österreichische Mehlspeiskochbuch,
 Toni Mörwald & Christoph Wagner
 Erfasst *RK* 06.05.2007 von
 Nicole McKenzie

Zubereitung

Butter mit Staubzucker schaumig rühren. Nach und nach Eier mit je einem Esslöffel Mehl zugeben. Germ in lauwarmer Milch auflösen, gemeinsam mit restlichem Mehl zugeben und alles gut durchkneten. Abschließend Rosinen, Salz und Zitronenschale einrühren. Gugelhupfform mit weicher Butter ausstreichen und mit Mehl ausstreuen. Teig einfüllen und mit einem Tuch zugedeckt an einem warmen Ort etwa 1 Stunde gehen lassen. Dann im vorgeheizten Backrohr bei 180°C ca. 1 Stunde backen. Überkühlen lassen, stürzen und mit Staubzucker bestreuen.

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Samstag, 5. Mai 2007

Liptauer

Liptauer ist für mich eines der Sachen, welche ich mit Österreich pur verbinde. Liptauer und Heuriger, diese Beiden gehören einfach zusammen. Liptauer und Österreich gehört für mich zusammen.... und Liptauer und Soletti gehören zusammen.

Obwohl der Liptauer ja eigentlich auch nur a „Zuag´reister“ is. Hat er doch wie so viele Sachen in der alten Zeit der K.u.K. Monarchie seinen Weg von Ungarn hierher, zu uns gefunden .... und daraus machen wir auch keinen Hel, stehen wir auch voller Stolz dazu. Liptauer ist bei uns genauso heimisch wie Powidltatschkerl, Dalken und was es sonst noch so an Köstlichkeiten gibt.

Das traditionelle Liptauer-Rezept enthält neben Brimsen, Zwiebel, Schnittlauch, Paprika und Kapern – inzwischen wird aber zumeist Topfen statt Brimsen verwendet, dann gehört der Liptauer aber gut gesalzen (Brimsen selbst ist schon salzig genug).
Eigentlich besteht der Liptauer zu gleichen Teilen aus gut schaumig gerührter Butter und Brimsen (Topfen), ich mag die „Light“-Variante aber fast lieber... immerhin bin ich damit aufgewachsen. Wie so vieles hat mich der Liptauer meiner Oma bis heute begleitet, von klein an und auch bis heute macht ihn niemand so gut wie meine Oma.

Ich habe ihn am liebsten mit Soletti, einfach ein paar Soletti reinstecken und dann drauf los geknabbert. Aber auch auf einem frischen Brot, mit etwas Schnittlauch darübergestreut schmeckt er einfach hervorragend... österreichisch ;-)



==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Oma´s Liptauer
Kategorien: Aufstrich, Schnelles, Grundmasse, Österreich
Menge: 1 Große Portion

liptauer

Zutaten

2Essl. Rama (oder auch Butter)
1Pack. Topfen 40%, abrinnen lassen
1Zehe Knoblauch
4Essl. Paprikasalat (ersatzweise auch 1 frischer, roter
   -- Paprika) - gut abrinnen lassen
1gestr. TL Kümmel
1Teel. Salz
   Paprikapulver, edelsüß
   Kapern
 Erfasst *RK* 05.05.2007 von
 Nicole McKenzie

Zubereitung

Rama und Butter mit dem (Hand)mixer kurz aufschlagen. Kapern (nach Geschmack, auf die Menge haben sich so ca. 8 Kapern bewährt), Knoblauch und Paprikasalat sehr fein schneiden und zusammen mit den Gewürzen unter die Topfen-Butter-Masse mischen. Zuerst weniger Paprikapulver verwenden, danach noch nach Geschmack nachwürzen.

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Sonntag, 8. April 2007

Schoki-Event:Sachertorte

Blog-Event XXII - fou de chocolat

Last but not least.... nun auch mein Beitrag zum Schoki-Event. Und eigentlich musste ich als Wienerin auch nicht lange überlegen, liegt es doch fast auf der Hand was zu machen ist: Schokolade + Wien = Sacher!
Und am besten sucht man das Rezept in der Konditorbibel schlechthin: Wiener Süßspeisen, von Karl Schuhmacher – auf meine Ausgabe mit persönlicher Widmung bin ich natürlich stolz ohne Ende und ich würde dieses Buch nie aus den Händen geben.

Mehr Schokolade geht einfach nicht mehr – was auch meine Waage eindeutig bestätigen kann, aber das ist wohl eine andere Geschichte.

Zurück zur Sachertorte, der wohl berühmtesten aller Wiener Torten, schließlich ist sie bis ins ferne Japan bekannt und auch begehrt.
Vom Prinzip ist sie eine recht einfache Torte, aber wie so oft ist auch hier das Einfache auch meist das Beste. Und vielleicht auch gerade deshalb wurde sie nicht von einem großen Zuckerbäcker seiner Zeit erfunden, sondern von einem einfachen Lehrling im zweiten Lehrjahr – von Franz Sacher (ja klar), dieser backte die Torte zum ersten Mal 1832, als Kocheleve im Hause des Fürsten Metternich.

Natürlich gab es auch vorher schon Schokoladentorten, unter anderem schon in einem Kochbuch Conrad Haggers, 1718 erschienen, aber erst ab dem jungen Sacher trat die einfache Schokoladentorte ihren Siegeszug (später auch durch die ganze Welt) an.

Und bis heute ist die Sachertorte auch eine Art Mythos, da das Originalrezept eigentlich „geheim“ ist.
Aber vielleicht ist es auch gerade das, was die Sachertorte so berühmt macht.
Oder es ist der ewigwährende Streit zwischen dem Hotel Sacher und der Konditorei Demel, wer denn nun den Titel „Original Sacher-Torte“ verwenden darf. DER Hauptstreitpunkt schlechthin ist dabei aber auch die Frage ob die Marillenmarmelade in der Mitte als Tortenfülle verwendet wird (wie in der Konditorei Demel) oder ob sie unter der Glasur (wie im Hotel Sacher) aufgetragen wird.
Auf jeden Fall sind spätestens seit Katharina Prato, welche in ihrem Buch „Süddeutsche Küche“ eine „Chocolade-Torte Á la Sacher“ vorstellte, Schokoguss, Marillenmarmelade und auch der Name „Sacher“ untrennbar miteinander verbunden. Ganz egal wo die Marillenmarmelade aufgetragen wird – und ich habe die Sachertorte sowieso am liebsten wenn die Marillenmarmelade in der Mitte UND unter dem Guss ist.

Natürlich sollte man die Sachertorte stilecht mit einer Melange und Schlagobers geniessen.



==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4 unreg.
Titel: Sachertorte
Kategorien: Backen, Süßes, Torte, Österreich
Menge: 1 Torte, 23 cm

sachertorte3

Zutaten

H SACHERMASSE
130Gramm Butter
40Gramm Puderzucker
   Vanille, Salz
120Gramm (6) Eigelb
130Gramm Tunkmasse (*Kuvertüre)
180Gramm (6) Eiweiß
180Gramm Kristallzucker
130Gramm Mehl (*glatt)
H FÜLLEN UND APRIKOTIEREN
150Gramm Marillenmarmelade
H SCHOKOLADEKONSERVEGLASUR (SACHERGLASUR)
300Gramm Zucker
250Gramm Tunkmasse
120Gramm Wasser

Quelle

 Wiener Süßspeisen, von Karl Schuhmacher
 Erfasst *RK* 08.04.2007 von
 Nicole McKenzie

Zubereitung

Die Sachermasse wird, um eine schöne Oberfläche und leicht abgerundete Kanten zu erzielen, am besten in einer zu diesem Zweck angefertigten Form gebacken (ähnlich einer Kasserolle).

SACHERMASSE

Butter mit Puderzucker, Vanille und Salz schaumig rühren. Nach und nach Eigelb zugeben und die erweichte Tunkmasse einrühren.

Eiweiß mit Kristallzucker zu Schnee schlagen und unter die Buttermasse mengen. Mehl vorsichtig einmelieren. Bei 210°C anbacken, nach 20 Minuten Temperatur auf 170°C vermindern und ausbacken.

SCHOKOLADENKONSERVEGLASUR

Zucker, Tunkmasse und Wasser erhitzen, unter Rühren bis auf 108°C (87°R) kochen. Gefäßrand öfter mit einem nassen Pinsel zusammenwaschen. In ein anderes Gefäß durchseihen.

Einen kleinen Teil der Glasur auf eine Marmorplatte gießen und mit einer Palette fest tablieren. Gleichzeitig mit der anderen Hand die Glasur langsam rühren, damit sich keine Haut bildet. Die tablierte Glasur rasch zurück in das Gefäß geben, durchrühren und den Vorgang wiederholen (tablieren und zurückgeben), bis die Glasur dickflüssige Konsistenz erreicht hat.

Nun aprikotierte Gebäckstücke überziehen, sofort auf ein Glasiergitter (Sachertorte auf eine steife Unterlage) wegsetzen und die Glasur erstarren lassen.

Restglasur kann beim Kochen der nächsten Glasur mitverwendet werden.

AUSFERTIGEN

Die Masse nach dem Auskühlen aus der Form nehmen, einmal durchschneiden und dünn mit Marillenmarmelade füllen.

Heiß aprikotieren und mit Sacherglasur überziehen.

Die Torte sofort auf ein Brett oder eine andere steife Unterlage setzen und die Glasur erstarren lassen.

Portionieren und mit Schlagobers servieren.

:Backtemperatur: ca. 210°C/170°C
:Backzeit: ca. 60 Minuten
:* Anmerkungen Nicole

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sachertorte2



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